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Anlaufstrom – Ratgeber, Berechnung und Asynchrongeneratoren

Ohm’sche Verbraucher

Man unterscheidet bei Stromverbrauchern in unterschiedlichen Verbrauchertypen wie etwa Heizgeräte, Glühlampen oder Kochplatten. Diese Ohm´schen Verbraucher nennt man auch Wirkleistungsverbraucher und sind für Stromgeneratoren unproblematisch, da hier die aufgenommene Leistung in Helligkeit oder Wärme umgesetzt wird. Bei einem Ohm´schen Verbraucher ist die Abgabeleistung (Watt) auch die reale Aufnahmeleistung, die auch wirklich vom Stromgenerator abgenommen wird. Es tritt hierbei kein Anlaufstrom auf!

Induktive Verbraucher

Die induktiven Stromverbraucher arbeiten mit einem eingebauten Motor, da sie einen höheren Anlaufstrom benötigen. Darunter fallen Elektrowerkzeuge mit eingebauten Motor wie etwa Kreissäge, Bohrmaschine, Bohrhammer, Wasserpumpe oder Kompressor. Durch Wicklungs- und Reibungsverluste stehen nur ca. 70% der Aufnahmeleistung als Abgabeleistung dem induktiven Verbraucher zur Verfügung.

Zu diesem Leistungsverlust wird zusätzlicher Anlaufstrom beim Einschalten der Stromverbraucher benötigt. Das kann je nach Gerät und Motor etwa die 3 bis 6 fache Menge der Nennleistung sein. Daher sollte bei Betrieb von induktiven Verbrauchern der zusätzliche Anlaufstrom berücksichtigt und ein Stromgenerator gekauft werden, der etwas größer dimensioniert ist. Das gilt besonders dann, wenn die angeschlossenen Verbraucher älterer Bauart sind. Bei diesen Modellen ist der Anlaufstrom besonders hoch, als etwa bei neueren Geräten mit besserem Wirkungsgrad und/oder Anlaufstrom Begrenzer.

Kapazitive Verbraucher

Die kritischsten Verbraucher sind kapazitive Verbraucher wie etwa Entladungslampen oder Blitzlicht. Da diese eine Ladefunktion eingebaut haben, sind nur die Synchrongeneratoren, die über eine spezielle Ausstattung mit einer Barber-Colman Reglung verfügen, in der Lage diese mit ausreichend Strom zu versorgen. Normale Stromgeneratoren werden mit dem Anlaufstrom der kapazitiven Verbraucher nicht fertig.

Was sollte man über Anlaufstrom wissen?

Im nachfolgenden Ratgeber erklären wir, was man über Anlaufstrom wissen sollte. Wir wollen praktisch etwas mehr Licht in das Dunkle der Thematik bringen. Dabei wollen wir hier die häufigsten Fragen über Anlaufstrom so einfach wie möglich erklären.

Hinweis: In der Realität gibt es aber auch viele andere Beispiele, wie etwa verschiedene Videos auf YouTube, dass ohne Probleme an einem Eberth 3000 Stromgenerator mit 2850 Watt Dauerleistung ein großer Winkelschleifer mit 1100 Watt betrieben werden kann.

Warum sollte man den Anlaufstrom beachten und wie berechne ich ihn?

Der Anlaufstrom ist besonders bei dem Betrieb mit einem Stromgenerator gefürchtet, denn beim Einschalten eines elektrischen Verbrauchers wird ein Vielfaches mehr an Strom benötigt, als wenn es im Betrieb ist. Dieser hohe Anlaufstrom tritt bei den induktiven Verbrauchern auf, die per Elektromotor betrieben werden. Das sind etwa Geräte wie z. B. Bohrhammer, Trennschleifer oder Elektrokettensäge.

Handelt es sich bei den Verbrauchern um ältere Geräte bei denen der Wirkungsgrad nicht so hoch ist, kann der Anlaufstrom um ein vielfaches höher sein als etwa die Nennleistung. Aber auch modernere Geräte die über einen Anlaufstrom oder Einschaltstrombegrenzer verfügen, benötigen einen höheren Strombedarf beim Einschalten.

Einige Hersteller geben bei ihren Werkzeugen den Anlaufstrom an. Sollte dieser nicht angegeben sein, muss er bei der Wahl des Stromgenerators unbedingt berücksichtigt werden. Die Leistung des Generators sollte dann etwa 6 bis 8-fach höher sein. Die Berechnung kann man somit grob machen. Wie aber oben schon beschrieben, kommt es ganz auf die Verbraucher an und einige Generatoren schaffen auch große Maschinen mit lediglich doppelt so viel Leistung im Generator problemlos zum Laufen zu bringen ( siehe Video ).

Warum ist der Anlaufstrom relevant?

Der Anlaufstrom der angeschlossenen Verbraucher ist bei dem Stromgenerator kaufen wichtig, denn dieser sollte der Generator auch im Zweifelsfall auch wirklich bewältigen können. Im schlimmsten Falle geht der Stromgenerator beim Einschalten einer Bohrmaschine in die Knie und man kann diese nicht nutzen.

Was ist Anlaufstrom und wie entsteht er?

Anlaufstrom entsteht bei induktiven Verbrauchern mit eingebautem Elektromotor. Diese verfügen über einen:

  • Stator (auch Ständer genannt)
  • Rotor (auch Läufer genannt)

Bei einen Elektromotor ist der Stator das Gehäuse in dem sich der Rotor dreht.

Wird der Elektromotor angeschaltet, dann muss der Motor zuerst die Trägheit überwinden und auf die Nenndrehzahl gebracht werden. Über die Trägheit der Masse hat sicherlich schon jeder in seiner Kindheit in der Schule gehört. Bei dieser Überwindung der Trägheit wird besonders viel Energie verbraucht und diese ist letztendlich der Anlaufstrom.

Vergleichen kann man das mit einem Auto, das in der Stadt bewegt wird. Hier wird mehr Benzin verbraucht, als etwa das Auto das auf der Autobahn eine konstante Geschwindigkeit fährt. Beim Beschleunigen muss das gesamte Gewicht des Autos in der Stadt jedes Mal neu in Schwung versetzt werden und dadurch wird mehr Energie verbraucht.

Anlaufstrom – Wie lange dauert er etwa?

Wie lange die Zeitspanne dauert, wo der höhere Anlaufstrom benötigt wird, variiert von Verbraucher zu Verbraucher. Das kann von wenigen Millisekunden bis zu einigen Sekunden sein, bis der Motor auf seine volle Nenndrehzahl gekommen ist.

Asynchrongenerator

Im Video wird der Asynchronmotor mit Aufbau, Eigenschaften und der allgmeinen Technik nochmal genau erklärt. Einen weiteren Bericht über die Unterschiede der Generatoren findest Du in unserem Synchrongenerator und Asynchrongenerator Ratgeber.

  • Asynchronmotoren und Drehstrom